Nachruf
Pfarrer i.R. Dr. theol. Johannes Halkenhäuser ist am 20. April 2026 gestorben.
Seit 1959 hat Pfr. Johannes Halkenhäuser das gemeinsame Leben und die Arbeit auf dem Schwanberg unterstützt und geprägt. 1967 wurde er Schulleiter der Berufsfachschulen und blieb bis 1972 Studiendirektor. Er war der erste Schwanbergpfarrer und konnte in vielen Gottesdiensten und Festzeiten seine Liebe zur Liturgie ausdrücken. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Priorin Maria Scholastika Pfister hat der Communität die klare Ausrichtung auf die benediktinische Spiritualität gegeben.
Große Verdienste hat er sich mit seiner Dissertationsschrift aus dem Jahr 1974/75 erworben, in der er die Einstellung Luthers und der Kirchen der Reformation zum Klosterleben darlegte. In der ihm eigenen Präzision hat er die Geschichte der kommunitären Bewegungen beschrieben. Das 1978 unter dem Titel „Kirche und Kommunität“ erschienene Buch gilt bis heute als ein Standardwerk. Sein persönliches Engagement trug dazu bei, dass es seit 1979 eine/n EKD-Beauftragte/n für Kommunitäten und Geistliche Gemeinschaften gibt.
Zeitgleich führte ihn sein Interesse an der Ökumene nach Spanien, wo er 1979 ein internationales und interkonfessionelles Treffen von Ordensleuten mitbegründete, an dem wir auch heute noch teilnehmen.
Eine besondere Gabe von Pfr. Halkenhäuser war seine Freude an der Kommunikation. Er kam leicht mit Menschen in Kontakt und pflegte Verbindungen jahrelang. Im Rahmen seiner seelsorgerlichen Arbeit auf dem Schwanberg hat er viele Menschen begleitet, getauft und getraut. Ein besonderes Ereignis war für ihn die Mitgestaltung beim Bau der St. Michaelskirche. Hier hat er bis zu seinem Ruhestand 1992 die Eucharistie gefeiert.
Wir begleiteten ihn zur letzten Ruhe mit einem sehr dankbaren Gedenken für sein Leben und Wirken.
Communität Casteller Ring, Schwanberg
Sr. Ursula Buske CCR, Priorin
