Abschluss einer Ära: Pastor Peter Licht verabschiedet sich vom Kurs „Plastisches Gestalten“
Mit dem vergangenen Sonntag ging eine besondere Ära auf dem Schwanberg zu Ende: Der Kurs „Plastisches Gestalten“ unter der Leitung von Pastor Peter Licht (Foto, ganz links) fand zum letzten Mal in seiner bisherigen Form statt. Im kommenden Jahr möchte die Gruppe in eigener Regie weiterarbeiten – Pastor Licht wird dann vielleicht als Gast wieder mit dabei sein.
Fast 30 Jahre lang hat Pastor Licht diesen Kurs im Geistlichen Zentrum des Evangelischen Klosters Schwanberg verantwortet – und mit seiner einzigartigen Kombination aus künstlerischer Begleitung, theologischem Tiefgang und menschlicher Zugewandtheit geprägt. Viele der Teilnehmenden kommen seit Jahrzehnten regelmäßig auf den Schwanberg. Was sie miteinander verbindet, ist mehr als die Freude am Gestalten: Es ist eine Gemeinschaft, gewachsen unter dem weiten Himmel, im nahen Umfeld der Communität Casteller Ring.
Sein erster Besuch auf dem Schwanberg liegt weit zurück: 1978 kam Pastor Licht erstmals hierher. Schon damals faszinierte ihn das Zusammenspiel von Kirche und Communität. Es dauerte einige Jahre – und eine Begegnung mit einer Schwester der Communität am Bahnsteig in Iphofen – bis er wieder auf den Schwanberg aufmerksam wurde. Damals, an der Schwelle zum Ruhestand, war er auf der Suche: nach Sinn, nach Möglichkeiten, nach etwas, das Kunst, Kommunikation und spirituelle Tiefe miteinander verbindet. Im Kurs „Plastisches Gestalten“ fand er genau diesen Raum – und schenkte ihn über viele Jahre hinweg auch anderen.
Pastor Licht bringt vielfältige Interessen mit: Theologie, Philosophie, Geschichte, Politik – und besonders die Kunst. Keramik und Bildhauerei sind ihm ans Herz gewachsen, auch als Formen der spirituellen Auseinandersetzung. Die Communität hat ihn stets willkommen geheißen – und wenn bei der Bildhauerei das Klopfen erklang, hieß es oft mit einem Schmunzeln: „Die Spechte sind wieder da.“
Wir danken Pastor Peter Licht herzlich für sein langjähriges Wirken, für seine inspirierende Präsenz und das, was er auf dem Schwanberg angestoßen und begleitet hat. Und wir freuen uns, wenn er auch in Zukunft – als Gast, als Künstler, als Freund – wieder zu uns findet.
